Cristina Barroso, Flughäfen, 2015 Acryl auf Leinwand, 30 × 30 cm

Cristina Barroso, Flughäfen, 2015 Acryl auf Leinwand, 30 × 30 cm

Cristina Barroso
... EINE KARTE, AUS SEELE GEMALT

Die Karten-Kunst der Cristina Barroso

von Michael Nungesser

Die Titel ihrer Einzelpräsentationen sprechen für sich: „Ortswechsel“, „Secret Mapping“, „Novas Ter- ras“, „Maps to Somewhere Else“, „Map to Nowhere“, „Welten“, „Locating“, „Urban Network“, „Quest for the Universe“ und zuletzt „Beyond tomorrow-clai- ming: Landscapes of uncertainties“. Es geht um Be- wegung und Reisen, um Städte und Länder, Kon- tinente und Kosmen, Karten und Pläne, um Neues und Unbekanntes, um Erforschen und Sich-Orien- tieren. Cristina Barroso ist Künstlerin und an vielen Orten zuhause. Sie lebt den ständigen Wandel und lässt ihn für ihre Kunst fruchtbar werden. Geboren wurde sie 1958 in São Paulo – Millionenmetropole in Südamerika, multikulturell geprägt, industrieller und wirtschaftlicher Motor eines Landes – Brasilien –, das kontinentale Ausmaße hat. Doch Barroso hat als Kind der Mittelschicht, geschützt durch Mauern als Zeichen sozialer Segregation, die Stadt nur sche- menhaft erlebt. So wollte sie, als die Eltern fortzogen, nur noch „weg von zu Hause“, wie sie sich erinnert1. Eine erste Rückkehr als Internatsschülerin scheiterte. Erst nach einem Jahr Aufenthalt beim Onkel in Chi- cago zum Englischlernen kehrte sie mit 19 Jahren zu- rück, um nun am Leben ‚ihrer‘ Stadt teilzunehmen.

1978 studierte Barroso Philosophie und Ge- schichte an die Southern Illinois University in Car- bondale, 1980 bis 1983 Malerei am San Francisco Art Institute. Sie arbeitete als Korrektorin bei Lapis Press, einem Verlag, der Sam Francis gehörte. Beein- druckt war sie u.a. vom Werk Philip Gustons, Ro- bert Rauschenbergs und Jasper Johns‘. In den 1980er Jahren verfügte sie über Ateliers in San Francisco, São Paulo, Mailand und Berlin. 1992 bis 1994 er- hielt sie das Atelierstipendium Helmut Baumann in Göppingen und zog nach Stuttgart. Zahlreiche Aufenthalte als Gastkünstlerin und Teilnahme an Workshops folgten: 1997 bis 2000 Aktionsforum Praterinsel in München, 1999 Center of the Arts in Jerusalem, 1999-2000 Villa Waldberta in Feldafing, 2013 Marma Art Projects in Berlin und Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching am Am- mersee. Provinz und Metropole, Zentrum und Pe- ripherie wechseln sich ab – doch welche Bedeutung haben solche Unterscheidungen noch in Zeiten ständigen Austauschs und fließender Datenströme?

Doch Cristina Barroso durchlebt reale Ortswech- sel, keine virtuellen, angetrieben von der Neugierde, die wohl viele der „Sampas“ auszeichnet, wie man die Bewohner von São Paulo nennt, einer Einwan- dererstadt par excellence. Barroso findet nach Studi- um in den USA und einem längeren Italienaufent- halt, wo ihr Arte Povera, die Transavanguardia oder Arte Cifra und besonders die Malerin Dadamaino (1930-2004) nachhaltige Eindrücke hinterlassen ha- ben, erste Resonanz in West-Berlin. Dort herrschte Ende der 1980er Jahre ein großes Interesse an Kunst aus Brasilien, getragen u.a. von Barrosos damaligem Galeristen Rudolf Schoen, dem Interessenverband Berliner Kunsthändler und über mehrere Jahre von

der Staatlichen Kunsthalle Berlin – maßgeblich un- terstützt von der Deutsch-Brasilianischen Kulturel- len Vereinigung.2

Schon früh entscheidet sich Cristina Barroso für eine Malerei, die nicht nur auf der leeren Leinwand stattfindet und von der Spur des Pinsels getragen wird, sondern sie nutzt immer wieder wechselnde Bildträger, zum Beispiel Einladungskarten von Aus- stellungen (als vergrößerte Lichtstrahldrucke), Fahr- scheine und besonders Land- und Himmelskarten al- ler Art, und überträgt mit eingefärbten Schablonen und vor allem Kunststofffolien durch Applizieren die Farben auf die Leinwand, um bestimmte Kontu- ren, Raster und Raum suggerierende Schichtungen zu erreichen, teilweise auch durch Hinzufügung von Sand, Salz, Schellack, Asphalt oder Wachs. Dieses ob- jektivierende Verfahren wird zum Gestaltungsprin- zip, in dem Planung und Zufall, rationale Überle- gung und emotionaler Zugriff sich die Waage halten.

Um 1990 zeichnet sich ihre Malerei (meist Acryl oder Mischtechnik auf Leinwand) vor allem durch abstrakte, aber lebendig strukturierte Farbhinter- gründe aus, vor denen umrisshaft Gegenstände und Zeichen auftauchen: archaische und alltägliche, geo- metrische und architektonische: Leitern, Pyramiden, Kreis- und Ovalformen, Gefäße aller Art, aber auch Vegetabiles. Diese offene, malerisch begründete Symbolik erhält in den übermalten Vernissagekar- ten durch sichtbare gebliebene Text- und Bildfrag- mente weitere assoziative Spannungselemente. Mit der Zeit gerät für Barroso die Auseinandersetzung mit menschlichen Ordnungssystemen ins Zentrum ihres Schaffens. Sie finden ihren Ausdruck in Zah- len, geometrischen Körpern, Rastern, Netzwerken und Markierungen aller Art, wie sie vor allem für die Kartographie gültig sind. Wer viel reist, wer un- terwegs ist, zwischen den Kulturen lebt, weiß um die Faszination von Karten und Atlanten, von Stadtplä- nen und Globen, die Versuche darstellen, Koordina- tensysteme für unsere Existenz in Raum und Zeit zu konstruieren, die nie exakt mit der Wirklichkeit übereinstimmen und immer auch Machtanspruch und Beherrschung signalisieren.3

Frühe Beispiele für die Verwendung von Zei- chen, die terrestrische, aber auch planetarische Ter- ritorien andeuten, sind Bilder wie „Network“ und „Satellites“, beide von 1992. Häufig setzt Barroso Sternbilder über die Pläne von Städten, zum Bei- spiel in „München“ (1998), oder kombiniert Karten- strukturen mit denen von Magnetfeldern oder Fin- gerabdrücken. Diese Verbindung realisierte sie auch in zwei Kunst-am-Bau-Arbeiten, 1997 und 1998. Sie malte für das Bayerische Landesvermessungsamt München die fünfteilige Arbeit „Magnetfelder“, im Treppenhaus über fünf Stockwerke verteilt aufge- hängt. Ihr zweites, vierteiliges Werk für das Foyer des Polizeipräsidiums Neuperlach-Süd, ebenfalls Mün- chen, mit dem Obertitel „Schaltzentrale“ zeigt über die über Karten von vier Münchener Stadtteilen

 Cristina Barroso, Satellites, 1992 Acryl auf Leinwand, 180×160 cm

Cristina Barroso, Satellites, 1992 Acryl auf Leinwand, 180×160 cm

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gemalten Bilder „Gehirn“, „Baum“, Fingerabdruck“ und „Netz“. An Stelle von Karten treten auch Luftbil- der von großen Städten, meist das heimatliche São Paulo, die wie sich endlos ausbreitende architektoni- sche Gebirge aufragen, und durch Überlagerung von anderen Strukturen, so in „Constructed City“ (2001) und „Urbanes Licht“ (2003), konterkariert werden.

Mit Zahlen und Karten als wesentlichen Bil- delementen steht Barroso in einer breiten Tradition zeitgenössischer Kunst. So war sie an der Stuttgar- ter Ausstellung „Magie der Zahl“4 von 1996 betei- ligt, die die große Bedeutung der Sprache der Ziffern als Universalsprache für die Kunst seit Beginn der Moderne und vor allem in Zeiten der Digitali- sierung und Globalisierung aufzeigte. Diese sind es auch, die Karten ins Spiel bringen: „In postmodern times, with all truths suspect, artists have found in cartography a rich vein of concepts and imagine- ry to mine.“5 So schreibt die auf US-amerikanische Kunst konzentrierte Autorin in ihrem Buch „The map as art“; sie lässt ihre „Timeline“ bei Salvador Dalí und den Surrealisten einsetzen, aber erst im Heute wird sie wirklich fündig. „Map-making as a whole ist enhanced as each artist makes a mark versucht, ihre eigene Identität zu finden, ihren Standort in dieser Welt zu erkunden, in der der einzelne Mensch sich oft verloren fühlt: „Wenn ich eine Straßenkarte neben eine Sternenkarte lege, wird mir die Dimension unseres Planeten bewusst. Das erdet mich und lässt mich auch die Spanne mei- nes Lebens in einem neuen Licht sehen.“7

Vermessung treibt Wissenschaft voran, basiert auf Zahlen, auf Tabellen, Gleichungen, Zählun- gen und Nummerierungen, produziert abstrak- te Ordnungen und schematische Bilder. Kartogra- phie dient Naturbeherrschung und Grenzziehung, blickt von oben, ebnet ein. Karten setzen Maßstäbe, sind zugleich zeit- und interessegebunden, veralten schnell, werden Geschichte, zeugen von Geschichte. Doch sie funktionieren nicht nur, sie weisen auch eine eigene Ästhetik auf und erregen die Phantasie. Hier setzt Cristina Barroso ein und betreibt ihre ei- gene Topographie, eine künstlerische, emotionale, persönliche, wie es der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom, mit dem Barroso seit vielen Jah- ren befreundet ist, einfühlsam in einem der Künstle- rin gewidmeten Gedicht formuliert hat: „Gradnetz, Schraffierung, Maßstab, der Zwang / der Koordina- ten, Zauberwörter / für die Welt als Ding. / Ich aber geh mit der lebendigen Erde / von Flüssen und Wat- ten, Buchten und Werdern, / die ich schreibend mir einverleibe. / Was ich wiederhole, bekommt mein Gepräge: / eine Karte, aus Seele / gemalt.“8

Die Karten, die Cristina Barroso bearbeitet, be- ziehen sich auf Orte, die sie kennt, die Teil ihres Le- bens waren (auch Post- oder Fahr-Karten sind Relik- te gelebten Lebens). Sie übermalt sie, so dass Straßen, Flüsse, Städte oder Flughäfen (wie im gleichnamigen Gemälde von 2014) in den Hintergrund treten, nur noch fragmentarisch erscheinen, zu poetischen Zei- chen werden und mit anderen Bildelementen in Be- ziehung treten. Auch wenn der Bildträger noch als schulische Wandkarte erkennbar ist, wie in „Brasil Global“ (2015), entsteht durch Neukartierung eine fast tänzerisch anmutende, künstlerische Kontinen- talverschiebung. Genaue Konturen und Wegvorga- ben werden in Barroso Bildern aufgeweicht, Namen unleserlich, Grenzen verwischen sich oder erhalten, z.B. in „Country“ (2008), vom Fingerabdruck ausge- hend, fiktionalen Charakter, bilden ein erträumtes, ein Wunschland. Oft dominieren leuchtende Far- ben, etwa in „Flughäfen“ und „From Here to The- re“ (beide 2015), als Ausdruck intensiver Gefühle. Es entsteht ein künstlerischer Resonanzraum, der ein- dimensionalen, scheinbar objektiven Sichtweisen er- fahrungsgesättigte, subjektive entgegensetzt – nicht Ausfluss bloßer Mobilität, sondern Verausgabung vi- taler Energien durch Aus-Malen und Ver-Malen, ein Über-Setzen ins Medium der Kunst.

Barroso ist schon in den 1990er Jahren mit Land-, Wasser- und Himmelswürfeln aus Karton ins Dreidi- mensionale übergegangen, in jüngster Zeit gestaltet sie heutige Megastädte als Collage von Luftaufnah- men auf Styroporbällen („Cities“, „Cidades“, beide 2011), die, ähnlich chemischen Modellen, urbane Verbindungen aufzeigen. Oder sie formt aus bemal- ten und collagierten Bändern und Kabeln Gebilde (z.B. die Serie „Roads to Everywhere“), die eher wie Karikaturen von Modellen aussehen – Chaosproduk- te, der unverdauten Schnellfraß überschüssiger, per- manenter Vernetzung. Auch Ton spielt eine Rolle, so in „Zeitzeichen“ (2015) mit Lautsprechern auf einem Globus, der die Gleichzeitigkeit von Ereignissen sym- bolisiert und eine stets wandelnde Raum-Zeit-Struk- tur suggeriert. „Zeitzeichen II“, wie ein Spinnennetz aufgespannte, blau übermalte Zeitungsfotos und Fo- tos früherer Begegnungen zwischen Cristina Barroso und Ben Patterson ist eine Hommage an diesen, aber auch eine Hommage an Fluxus, von dem Barroso ei- nige Elemente, das Spielerische und Spontane, Kul- turübergreifende und Grenzüberschreitende, in ihr Werk mit hat einfließen lassen.

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ANMERKUNGEN
1 Vgl. Ronald Grätz (Hg.), Minhasp. Mein São Paulo / Minha São Paulo / My São Paulo, Stuttgart: Edition Esefeld & Traub2013, S. 261.
2 Vgl. Ausst.-Kat. Brasil Art. Berliner Galerien zeigen brasilia- nische Kunst, Berlin: Deutsch-Brasilianische Kulturelle Vereini-gung 1990; Ausst.-Kat. José Roberto Aguilar – Cristina Barroso – Rubens Oestroem, Galerie Rudolf Schoen, Berlin 1990.
3 Über die Bedeutung des Themas vgl. besonders den Bei- trag von Karin Stempel, Von der Strenge der Wissenschaft und über die Kunst der Kartographie, in: Ausst.-Kat. Cristina Barro- so, Wechmar: Kunstverlag Gotha 1994, S. 29–33.
4 Vgl. Ausst.-Kat. Karin von Maur (Hg.), Magie der Zahl in der Kunst des 20. Jahrhunderts, Ostfildern-Ruit: Hatje Verlag 1996, S.122.
5 Katherine Harmon, The map as art. Contemporary artists explore cartography, New York: Princeton Architectural Press 2008, S. 9.
6 Ebd., S. 16.
7 Zitiert nach Monika Unkelbach, Die Nomadin. Die brasiliani- sche Künstlerin Cristina Barroso, in: Interkultur Stuttgart, Okto-ber 2015, S. 20.
8 Cees Nooteboom, Kartographie, in: Ausst.-Kat. Cristina Barros. Koordinatennullpunkt, [Wechmar]: Kunstverlag Gotha 1996, S. 5–8, hier 8.

BIOGRAFIE CRISTINA BARROSO

geboren 1958 in São Paulo, lebt und arbeitet in Stuttgart und São Paulo

EINZELAUSSTELLUNGEN (Auswahl)
2014 Galerie Angelika Harthan, Stuttgart; Felix Ringel Galerie, Düsseldorf; 2013 Galerie im Haus der bayerischen Land- wirtschaft (HDBW), Herrsching; TS art projects, Berlin; 2012 Galerieverein Leonberg; Palais Liechtenstein, Feldkirch (mit Klaus Heider); 2009 Galerie Schüppenhauer, Köln; Galerie Angelika Harthan, Stuttgart; 2010 Evangelische Akademie, Bad Boll; 2008 SWR Galerie, Stuttgart; 2007 Galerie im Heppächer, Esslingen (mit Brigitte Dattler); 2005 Galerie Schüppenhauer, Köln (mit Thomas Schönauer); 2003 Paço das Artes, São Paulo; 2002 Centro Universitário Maria Antonia, São Paulo; 2001 Ifa-Galerie, Stuttgart (mit Dani Eshet); 2000 Museu de Arte, Ribeirão Preto; 1999 Galerie Ruta Correa, Freiburg; Galerie Schüppenhauer, Köln; 1998 Städtische Kunstsammlungen, Neue Galerie im Höhmann Haus, Augs-burg; 1997 Galerie Tilly Harderek, Stuttgart; 1996 Galerie Schüppenhauer, Köln; Europäisches Patentamt, München; 1995 Galeria Millan, São Paulo; Galerie Schoen + Nalepa, Berlin (West); 1994 Dortmunder Kunstverein, Dortmund; Pinacoteca do Estado, São Paulo.

GRUPPENAUSSTELLUNGEN (Auswahl)
2016 „Mapas, Cartas, Guias e Portulanos“, Sala de Arte Torre Santander, São Paulo; 2015 „Private View 2 - Collection Norbert Salenbauch“, Städtische Galerie, Villingen-Schwen- ningen; „InterAktion“, Schloss Sacrow, Potsdam; „Jogando com Ben Patterson“, Galeria Bolsa de Arte, São Paulo; 2014 „IMAGETEXTE3“, Topographie de l’Art, Paris; „2041. Endlos- schleife“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart; „MAP ART. Symbiose der Kulturen“, Brasilianische Botschaft, Berlin; 2013 „Cosmopolitanism“, Galerie Kornfeld, Bern; „Memory of Linear and Broken Boundaries“, TUB Gallery, Miami/Florida; 2012 „Percursos Contemporâneos“, Museu de Arte Contem- porânea, Sorocaba/São Paulo; 2011 „O Colecionador de Sonhos“, Instituto Figueiredo Ferraz, Ribeirão Preto; „Urbanes Leben“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart; 2010 „Mirrors of Continuous Change“, Ilju & Seonhwa Gallery, Seoul; 2009 „Gray Matter“, Gross Gallery, Tel Aviv; 2008 „Global Art“, Checkpoint Ilgen, Berlin; „New Walls from Europe“, Sundaram Tagore Gallery, New York; 2006 „Zeichnungen. Ausstellung der Künstlermitglieder 2006“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart; „Besonderheiten/Exceptionals“, Galerie Schüppen- hauer, Köln; 2005 „Schaulager - Die Sammlung“, Kunsthalle Göppingen; 2000 „Langsamkeit“, Schloß Plüschow, Plüschow; „Mujeres de las dos orillas. São Paulo - Valencia“, Centre Valencià de Cultura Mediterrània La Beneficència und Sala Parpalló, Valencia; 1998 „Moto Migratório“, Museu de Arte Contemporânea, São Paulo; 1997 „Magie der Zahl in der Kunst des 20. Jahrhunderts“, Staatsgalerie Stuttgart; 1995 „New Brasilian Art“, October Gallery, London; 1991 „XXI Bienal de São Paulo“, São Paulo.